September 26, 2018

Biografie

There's never a dull moment, and Tharaud's range of touch and colour, and his sheer enthusiasm, shine through every jewel-like piece.

Andrew Clements, The Guardian

Der französische Pianist Alexandre Tharaud hat sich mit seinem eleganten Spiel in die Riege der internationalen Stars seiner Generation konzertiert. Weltweit zeigen sich sowohl Kritik wie Publikum von seinen Rameau-, Couperin, Chopin- und Bach-Programmen begeistert. Im Buch „Die großen Pianisten der Gegenwart“ charakterisiert ihn Musikjournalist Jürgen Otten als Klangästheten, Strukturalisten und ausgeprägten Melodiker, als einen Pianisten, der das Virtuose meidet und „das Sublime dem Offenkundigen entschieden vorzieht“.

Der 1968 in Paris geborene Alexandre Tharaud studierte Klavier am Pariser Konservatorium und gewann 1989 den Zweiten Preis beim Internationalen Musik-wettbewerb der ARD in München. Es folgten Einladungen zu den BBC Proms, zum Klavierfestival von La Roque d’Anthéron, zu der Reihe „Meister Zyklus“ nach Bern, zum Alte-Musik-Festival in Utrecht und ins Grand Théâtre nach Bordeaux. Seitdem tritt Alexandre Tharaud regelmäßig mit Soloprogrammen in den großen Konzertsälen in Europa, Amerika und Asien auf. Seit 2011 ist er künstlerischer Leiter des Amadeus Festivals in Meinier (Schweiz).

Alexandre Tharaud arbeitet regelmäßig mit renommierten Dirigenten wie Jean Fournet, Marc Minkowski, Bernard Labadie, Stéphane Denève, Jean-Jacques Kantorow und Georges Prêtre sowie Orchestern wie dem Orchestre National de France, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre National de Lille, dem Orchestre du Capitole de Toulouse, dem Japan Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Metropolitan Orchestra, dem Singapore Symphony Orchestra, der Sinfonia Varsovia, dem Münchner Rundfunkorchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zusammen.

Mit Begeisterung setzt Alexandre Tharaud sich auch für zeitgenössische Komponisten ein. So ist er Widmungsträger zahlreicher neuer Werke und brachte Kompositionen etwa von Renaud Gagneux, Jacques Lenot, Guillaume Connesson, Thierry Pécou, Thierry Escaich, Thierry Pécou, Gérard Pesson und Olivier Greif zur Uraufführung.

Alexandre Tharaud ist mit seiner umfangreichen und vielseitigen Diskografie mehrfach ausgezeichnet worden: 2015 erhielt er den ECHO Klassik für sein Album Jeunehomme, bereits 2013 wurde er mit dem begehrten Preis ausgezeichnet. Im Herbst 2012 war der vielseitige Pianist in Michael Hanekes „Liebe“ an der Seite von Emmanuelle Riva und Jean-Louis Trintignant zu sehen. Der Film wurde unter anderem mit dem Oscar und Golden Globe als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. Tharaud spielte für die Musik zum Film Werke von Beethoven, Bach und Schubert ein.

Auch 2016 bekommt er den ECHO Klassik für die Musik-DVD-Produktion des Jahres (Konzert) für den atmosphärischen Film, in dem er Bachs Goldberg-Variationen spielt, veröffentlicht als Bonus-DVD zum Album.

Juli 2016