July 21, 2016

Biografie

Die Interpretation des Artemis-Quartetts steht nicht nur technisch durchaus auf der Stufe auch der virtuosesten Konkurrenten — sondern sie bietet auch musikalisch Bewegenderes als alle anderen!

Joachim Kaiser, Süddeutsche Zeitung

Vineta Sareika - Violine
Anthea Kreston - Violine
Gregor Sigl - Viola 
Eckart Runge – Cello

 

Laut Kritiker-Papst Joachim Kaiser stehen die Interpretationen des Artemis-Quartetts nicht nur technisch auf der Stufe der virtuosesten Ensembles, sondern bieten auch musikalisch Bewegenderes als die Konkurrenten. Mit dieser Meinung steht er nicht alleine – das Quartett feiert Triumphe bei Publikum wie Presse.

Gegründet wurde das in Berlin ansässige Artemis Quartett 1989 an der Lübecker Musikhochschule. Wichtige Lehrer und Mentoren waren Walter Levin, Alfred Brendel, das Emerson-, das Juilliard- und das Alban Berg Quartett. Mit den ersten Preisen beim ARD Wettbewerb 1996 und beim „Premio Borciani“ gelang der internationale Durchbruch. Das Debüt in der Berliner Philharmonie im Juni 1999 markierte den endgültigen Start ihrer Weltkarriere.

Seit 2004 gestaltet das Quartett eine eigene Kammermusik-Reihe in der Berliner Philharmonie und wurde 2011 zudem zum „Quartet in Residence“ am Wiener Konzerthaus ernannt. Neben einer regen Konzerttätigkeit in allen großen Musikzentren Europas, der USA, Japans, Südamerikas und Australiens sowie bei internationalen Festivals widmen die Mitglieder des Ensembles sich engagiert dem Unterrichten. So sind die vier Musiker Professoren an der Universität der Künste in Berlin und an der Chapelle de la Reine Elisabeth in Brüssel.

Im Juli 2007 formierte das Ensemble sich nach einem Doppelwechsel mit Gregor Sigl und Friedemann Weigle neu. 2012 folgte ein erneuter Wechsel: Die lettische Geigerin Vineta Sareika ist seit August die neue 1. Geigerin. Nach dem tragischen Tod von Friedemann Weigle im Juli 2015 formierte sich das Artemis Quartett mit Anthea Kreston an der zweiten Violine Anfang 2016 neu. Gregor Sigl wechselte auf die Position der Viola.

Von Anfang an misst das Artemis Quartett dem Musizieren mit namhaften Kollegen wie Juliane Banse, Sabine Meyer, Truls Mørk und Leif Ove Andsnes einen hohen Stellenwert bei. Die zeitgenössische Musik spielt für sie ebenfalls eine wichtige Rolle: Komponisten wie Mauricio Sotelo (2004), Jörg Widmann (2006) und Thomas Larcher (UA 2008) schrieben Werke für das Ensemble.

Parallel zum Konzertleben begegnet das Artemis Quartett dem Medium Film: 1996 lud das Alban Berg Quartett das Berliner Ensemble ein, bei dem Film „Der Tod und das Mädchen“ von Bruno Monsaingeon mitzuwirken. Fünf Jahre später schuf der große Regisseur mit „Strings Attached“ (WDR, 2001) zu Beethovens Großer Fuge op.133 ein eindrucksvolles filmisches Porträt des Artemis Quartetts.

Auch die Veröffentlichungen des Artemis Quartetts sind vielfach ausgezeichnet worden. Der Verein des Beethoven-Hauses Bonn zeichnete das Artemis Quartett 2003 für Verdienste um die Interpretation der Werke Beethovens mit der Ehrenmitgliedschaft aus. 2004 erhielt das Quartett den 23. Premio Internazionale Accademia Musicale Chigiana in Siena und 2007 den Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland. Zudem wurden ihre Einspielungen mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Gramophone Award, mehrfach mit dem Diapason d’Or und dreimal Mal mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. 2016 wird das Quartett mit dem ECHO Klassik für die Kammermusik-Einspielung des Jahres für ihre Aufnahme von Brahms Streichquartetten 1 und 3 ausgezeichnet.


Juli 2016