September 20, 2017

Arod Quartett

Jordan Victoria (Violine), Alexandre Vu (Violine),
Corentin Apparailli (Viola), Samy Rachid (Violoncello)

„Wir schlugen unsere Noten zum ersten Mal in einem kleinen, schlecht beleuchteten Raum am Pariser Konservatorium auf, und wir begannen zu spielen. Es war Mendelssohns Quartett op. 13. Wir waren überwältigt, und es ließ uns nicht mehr los.“ So beginnt die Geschichte des jungen Arod Quartett - 2013 in Paris. Und 2016 bereits ging das junge Ensemble nach Studien beim Artemis Quartett wie dem Quatuor Ébène siegreich aus dem Münchner ARD-Wettbewerb hervor. Poesie und Romantik, höchstes Virtuosentum und ein überwältigender Ensemblegeist, für den man geboren sein muss: Das eint die vier Quartettmitglieder, die ihre kreative Neugierde auch gleich mit der Namensgebung des Ensembles bewiesen: Arod ist in JRR Tolkiens Fantasy-Epos Der Herr der Ringe das Pferd des Elbenprinzen Legolas.

Dieser Sieg ließ dem Quartett internationalen Aufmerksamkeit zuteilwerden. „Ich finde es ganz wunderbar, wenn junge Künstler (...) echte Persönlichkeit zeigen, also den Mut haben, auf eine bestimmte Weise etwas auszudrücken, was sie wirklich ganz persönlich empfinden“, beschrieb Christoph Poppen als Juror des ARD-Musikwettbewerbs das Spiel des Arod Quartett. Allein in der Spielzeit 2016/17 konnte das Quartett seine überbordende Spielfreude und seinen kraftvollen Klang in Sälen wie dem Palais des Beaux-Arts Brüssel, dem Auditorium du Louvre oder dem Centre de Musique du Chambre demonstrieren.  
 
Ihre Ausbildung erhielten die vier Musiker des Arod Quartett bei Mathieu Herzog, vormaliger Bratscher des Quatuor Ébène, und Jean Salem, Bratscher des Quatuor Rosamonde. Darüber hinaus ist das Arod Quartett „Artist in Residence“ in der Klasse des Artemis Quartett bei der „Chapelle Reine Élisabeth“ in Brüssel und arbeitet eng mit dem Quatuor Ébène sowie dem Quatuor Diotima zusammen. Zu musikalischen Partnern zählten bereits u.a. Amihai Grosz, Martin Fröst, Bruno Philippe und Mathieu Herzog.
Die vier Musiker bilden ein Streichquartett, das nur drei Jahre nach seiner Gründung einen der wichtigsten Wettbewerbe der klassischen Musik gewann, nur ein Jahr später einen Exklusiv-Plattenvertrag erhielt und nach erst vierjährigem Bestehen wie selbstverständlich in den bedeutendsten Konzertsälen Europas auftritt. Das junge französische Arod Quartett ist mit seinen Mitgliedern Jordan Victoria (Violine), Alexandre Vu (Violine), Corentin Apparailli (Viola) sowie Samy Rachid (Violoncello) nicht nur ein Überflieger-Ensemble, das zu den interessantesten Newcomern innerhalb der Branche gehört - es entkräftet außerdem fast nebenbei die gängige Vorstellung eines Streichquartetts, das erst durch jahrelanges Zusammenspiel zu einem homogenen Ensemble zusammenwachsen kann.
Ihr Debüt-Album erscheint im September 2017: Natürlich mit Quartetten von Mendelssohn – dem Komponisten, mit dem alles begann.



August 2017